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Die Zeichner des Meckis
Wilhelm Petersen

geb. am 10. 08.1900 in Elmshorn

1916 Lehre bei einem Ausstattungsmaler Peter Gustav Dorén in Hamburg, gleichzeitig Kunstgewerbeschule.

1918 meldete er sich zum Freikorps, dem er bis 1920 angehörte.

1920 –1922 malte und restaurierte er für verschiedene Auftraggeber

1923 Bootsmann auf der „Störtebeker“ ausgedehnte Reisen nach Skandinavien

30er Jahre, er malte nach dem Stil der niederländischen Malern, deren Stil er mit Themen aus seiner norddeutschen Heimat verband.

1938 erntete er Anerkennung und Lob und wurde zum Professor ernannt.

1939 in der Kriegszeit verbrachte er an vordererster Front als Soldat und Kriegsberichterstatter 

1940 Kulturpreis Schleswig-Holstein

1941 Gesamtausstellung seiner Werke in der Kieler Kunsthalle

Neben dem Maler des norddeutschen Heldentums und niederdeutschen Bildnisse gab es noch einen ganz anderen Petersen. Davon zeugte das Buch „Ut de Ooken“. Das autobiographisch gefärbte Werk enthielt Illustrationen, die ihn ihrem volkstümlichen und märchenhaften Charakter schon auf spätere Arbeiten hinwiesen. Die politische Einstellung verhinderte sein Fortsetzen der Karriere.

Eduard Rhein (der 1946 die Hörzu ins Leben rief) hat Petersen in den 20er Jahren beim Ullstein-Verlag kennengelernt. Rhein gab ihm die Gelegenheit bei der Hörzu als Illustrator zu arbeiten. 

1953 übernahm Wilhelm Petersen von Reinhold Escher die Gestaltung der populären „Mecki“- Bilderbücher. Als Escher Ende der 50er Jahre ausfiel half Petersen aus. Escher war froh über die Entlastung und so wechselten sich fortan beide Zeichner bei der Meckiseite ab. Zwischen 1958 und 1969 stammte etwa ein Drittel der mit einer Seite pro Woche veröffentlichen Geschichten von Wilhelm Petersen.

Neben seiner Tätigkeit für die Hörzu stattete der Zeichner eine Anzahl an Sammelbilder-Alben aus. Unter anderem für die Margarinewerke Wagner & Co. und für Köllnflocken).

1975 Friedrich-Hebbel-Preis und er bekam für sein malerisches Werk eine Würdigung. Am gleichen Tag wurde sein Haus durch Brandstiftung zerstört, ein Drittel seiner Werke wurde vernichtet. Nach 1977 machte ein Augenleiden das Arbeiten immer schwieriger.

Am 22. Mai 1987 starb Wilhelm Petersen fast erblindet in seiner Heimatstadt.